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Inkontinenz-Selbsthilfe: Praktische Tipps für den Alltag


Es gibt eine Reihe von einfachen Maßnahmen, mit denen man sich selbst helfen kann, die Inkontinenz besser in den Griff zu bekommen.

Die hier beschriebenen Tipps zur Selbsthilfe bei Inkontinenz sind nicht schwer umzusetzen. Sie erfordern keinen zeitlichen oder finanziellen Aufwand, sondern nur sich selbst zu beobachten und sich die Frage zu stellen: Welche Lebensgewohnheiten wirken sich negativ auf die bestehende Inkontinenz aus? Die Tipps geben Anregung, auf Dinge zu achten, die man bisher mit Inkontinenz nicht in Zusammenhang gebracht hat.

Trinkgewohnheiten anpassen

  • Vor allem ältere Menschen trinken zu wenig. Eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme aber führt zu konzentriertem Harn, der die Schleimhaut der Blase reizt und so den Harndrang verstärkt.
  • Inkontinente Menschen trinken auch deswegen zu wenig, weil sie unfreiwilligen Harnabgang vermeiden wollen. Trotz Inkontinenz ist es wichtig viel zu trinken, um für eine gute Durchspülung der Blase zu sorgen. Dies beugt gefährlichem Keimwachstum in der Blase vor.
  • Die Trinkgewohnheiten sollten so eingerichtet werden, dass die erforderlichen Mengen zu Hause getrunken werden und nicht unterwegs. Vorteilhaft ist, zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr zu trinken.
  • Es spielt auch eine Rolle, was Betroffene trinken. Empfehlenswert sind Kräuter- und Früchtetees sowie Mineralwasser mit wenig Kohlensäure. Fruchtsäfte und manche Gemüsesäfte wirken harntreibend und sind deshalb nicht gut geeignet. Auch Schwarztee, Kaffee und alkoholische Getränke verstärken den Harndrang und reizen die Blase.

Darmausscheidungen regulieren

  • Die chronische Verstopfung ist eines der häufigsten Probleme älterer Menschen. Diese entsteht durch unzureichende Trinkmengen und Bewegungsmangel. Des Weiteren kann eine Reihe von Medikamenten die Darmbeweglichkeit weiter herabsetzen.
  • Eine chronische Verstopfung verstärkt durch eine Druckerhöhung im Bauchraum die Harninkontinenz. Sie kann aber auch durch die Bildung von Kotsteinen (eingetrockneter und verhärteter Kot im Enddarm) zum Auslöser für eine Stuhlinkontinenz (Stuhlschmieren) werden.
  • Zudem schwächt starkes Pressen bei chronischer Verstopfung den Beckenboden.
  • Eine ballaststoffreiche Ernährung, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und wenn möglich auch etwas Bewegung können gegen Verstopfung helfen.

Übergewicht abbauen

Übergewicht erhöht den Druck im Bauchraum. Dies belastet den Beckenboden zusätzlich. Für übergewichtige Personen ist daher eine entsprechende Ernährungsberatung hilfreich.

Die Wege kurzhalten und fremde Orte sondieren

  • Alterstypische Behinderungen, zum Beispiel rheumatische Erkrankungen, schränken die Beweglichkeit ein. Infolge dieser Bewegungseinschränkung erfolgt der Gang zur Toilette oftmals nicht mehr rechtzeitig. Gibt es verschiedene Wege, ist es hilfreich den kürzesten Weg zur Toilette zu wählen. In einem Restaurant ist es beispielsweise ratsam, an einen Tisch in der Nähe der Toilette zu sitzen.
  • Mit zunehmendem Alter werden die „Warnzeiten“ der Blase kürzer. Darum gilt, sich an fremden Orten rechtzeitig nach dem Weg zu den Toiletten zu erkundigen, damit bei Bedarf keine Zeit verloren geht.
  • Kritisch ist auch, wenn Kleidung nicht schnell genug geöffnet werden kann. Schon kleine Maßnahmen, wie beispielsweise Klettverschlüsse oder Gummizüge anstelle von Knöpfen oder Reißverschlüssen an Kleidungsstücken, sind sehr hilfreich.
  • Eindeutige Kennzeichnung des Weges zur Toilette, Handgriffe als Hinsetz- und Aufstehhilfe, eine angepasste Höhe des Toilettensitzes sind weitere Beispiele für einfach durchzuführende, aber sehr hilfreiche Maßnahmen zur Vermeidung von Inkontinenzereignissen.